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Minister fordert reguläre Kormoranjagd

In Mecklenburg-Vorpommern leben etwa 15.000 Kormoran-Brutpaare. © Pixabay.com

In Mecklenburg-Vorpommern leben etwa 15.000 Kormoran-Brutpaare.


Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat sich auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Binnenfischer klar für die Kormoranjagd positioniert. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte das Ministerium, Mecklenburg-Vorpommern werde sich weiterhin bei der EU für eine reguläre Jagd der Vögel einsetzen.

„Eine Bewirtschaftung des Kormoranbestandes kann aber nur durchgesetzt werden, wenn sich die Bundesregierung endlich erfolgreich bei der EU-Kommission für die Zuordnung des Kormorans zu Anhang II der Vogelschutzrichtlinie einsetzt. Wir haben Jahrzehnte mit Brüssel diskutiert, das Ergebnis ist bisher gleich null.“

Guten Erhaltungszustand bestätigen

Unter bestimmten Bedingungen könnten bereits jetzt Kormorane an Binnengewässern reguliert werden. Allerdings leben und brüten 85% der schwarzen Vögel an den Küsten. Einem Gutachten der Universität Rostock zufolge müssten jährlich 7.500 Paare (in Mecklenburg-Vorpommern leben insgesamt 15.000 Brutpaare) vom Brüten abgehalten werden, um einen Bestandsrückgang zu erreichen.

„Aus genau diesem Grund fordere ich die Bundesregierung auf, den guten Erhaltungszustand der Population zu bestätigen und klare Bewirtschaftungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, so Backhaus. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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