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Minderwertiges Wildbret im Allgäu angeboten

Ein bislang Unbekannter bietet im Allgäu minderwertige Wildbret vom Hirsch an (Symbolbild). © Firma V - stock.adobe.com

Ein bislang Unbekannter bietet im Allgäu minderwertige Wildbret vom Hirsch an (Symbolbild).


Ein Mann bietet in Bad Hindelang (Landkreis Oberallgäu, Bayern) minderwertiges Wildbret vom Rotwild an. Er offerierte seine Ware unter anderem an Gastronomen, vermeldet die Polizei Sonthofen. Dabei gab er sich als Mitglied einer Jagdgenossenschaft aus. Einem Gastwirt aus Bad Hindelang verkaufte der bislang Unbekannte ca. 40 Kilogramm Wildbret zu einem sehr günstigen Preis. Bei der Zubereitung stellte der Koch dann jedoch fest, dass der Verzehr des Fleischs seinen Gästen nicht zuzumuten war.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verdacht des Betrugs aufgenommen. Bei dem mutmaßlichen Betrüger handelt es sich laut polizeilicher Beschreibung um eine männliche Person ca. 35 Jahre alt mit dunkelblondem Haar und lückenhaften Zähnen. Er soll einen „auffälligen Jägerhut“ getragen haben.

Bereits im letzten Jahr ähnliche Vorfälle

Ortsansässige Jäger berichten gegenüber der Redaktion, dass es bereits letztes Jahr zu ähnlichen Vorfällen in dieser Gegend gekommen wäre. Dabei habe sich ein Mann als einer der örtlichen Berufsjäger ausgegeben und bot ebenfalls schlechtes Wildbret an. Die geschädigten Gastronomen beschwerten sich wegen der schlechten Qualität bei den tatsächlichen Berufsjägern. 

Bisher tappen die Ermittler völlig im Dunkeln. Ob es einen möglichen Zusammenhang mit Wilderei gibt, ist bislang auch noch unklar. Hinweise in dieser Sache können an die Polizeiinspektion Sonthofen gemeldet werden. 

Diese Masche ist nichts Neues: Ein Betrüger entwarf in der Vergangenheit sogar selbst eine Forstuniform.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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