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Mensch - Wald - Wild

DJV-Präsident Fischer bedankte sich bei Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Foto: JMB © JMB

Dazu konnte der neue DJV-Präsident Hartwig Fischer Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) als Gast des Verbandes in Frankenthal begrüßen. Diese griff in Ihrer Rede das Motto der Tagung auf: "Der Jäger als Partner, dieses Angebot möchte ich gerne annehmen. Sehen Sie auch mich, sehen Sie auch meine Mitarbeiter als Partner bei Ihrem Einsatz für Wald und Wild", meinte die Ministerin.
Dass es für eine Partnerschaft mit dem Ministerium viele Bezugspunkte gibt, zeigtenihre weiteren Ausführungen. Etliche davon sind jedoch nicht unproblematisch. Aigner sprach sie dennoch alle an. So den aus ihrer Sicht notwendigen Aufbau stabiler Mischwälder, die von der Regierung gewünschte Energiewende mit ihren Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Jagd, die zu erwartenden Verwaltungsvorschriften zur Umsetzung des Waffengesetzes und die Diskussion um bleifreie Büchsengeschosse.
Als Vertreter der Landespolitik hatte sich zuvor bereits der rheinland-pfälzische Umwelt-Staatsekretär Dr. Thomas Griese zu den Herausforderung für die Jägerschaft geäußert. Dabei betonte er die wichtige Rolle der Jagd, forderte aber auch dazu auf, manche Positionen zu überdenken.
DJV-Präsident Hartwig Fischer machte in seiner Rede weniger seine Positionen zu Einzelfragenals seine Vorstellungen davon deutlich, wie die Verbandsarbeit in Zukunft erfolgen soll. Er strebt dabei eine enge Kooperation zwischen den ehrenamtlichen Kräften und den Hauptamtlern der Geschäftsstelle an. Ein Hauptaugenmerk will er dabei auf die "Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit" richten. Als wichtiges Projekt nannte er zudem einen "Besuch in Bayern", um die Möglichkeiten auszuloten, den BJV zum Wiedereintritt in den Dachverband zu bewegen.
Kann es ein Miteinander zwischen Mensch und Wildtieren geben, ohne dass letztere gleich als Schädlinge gebrandmarkt werden? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den Bundesjägertag 2011. Bereits am Donnerstag besuchen die Delegierten das Rotwildgebiet des Pfälzerwaldes und setzen sich mit der genannten Problematik auseinander. Am Freitagvormittag fand danneine von Eckhard Fuhr, Korrespondent der “Welt”, moderierte Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt. Vertreter der Waldbesitzer, aus Forstwirtschaft, Wissenschaft, Jagd und Behörden legen ihre verschiedenen Standpunkte dar. Fazit: Der Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen ist absolut notwendig, er sollte auf Augenhöhe geführt werden. Alle Beteiligtenzeigten sichbereit, an Lösungen mitzuwirken, die ein Miteinader von Mensch und Tier ermöglichen. Wie solche Lösungen allerdings aussehen könnten, darüber gab es durchaus unterschiedliche Meinungen. JMB