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Meldepflicht bei Borreliose

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Samstag, 23.07.2011 - 02:08
Es sind die Parasiten im Körper
der Zecke, die sie für den Menschen
so gefährlich macht. Foto: zecken.de © zecken.de

Als erstes westdeutsches Bundesland hat Rheinland-Pfalz eine Meldepflicht für Borreliose eingeführt. Das Land wolle so die bislang unzureichende Datenlage zu der von Zecken übertragenen Erkrankung verbessern, teilte Gesundheitsministerin Malu Dreyer mit. Dann könne man gezielt Präventionsmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen. Ärzte in Rheinland-Pfalz müssen künftig den Gesundheitsämtern mitteilen, wenn sie einen Patienten wegen dieser Erkrankung behandeln. Die Daten gehen dann ans Landesuntersuchungsamt und von dort weiter ans Robert Koch-Institut (RKI). Fachleute gingen von einer zunehmenden Bedeutung der Krankheit aus, über deren Ausbreitung aber nach wie vor zu wenig bekannt sei, hieß es. Nach RKI-Angaben war Borrreliose bislang nur in Ostdeutschland meldepflichtig. Dort gibt es jährlich mehrere Tausend Fälle. dpa