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Meisensterben: Mehr als 8000 erkrankte und tote Vögel

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 15.04.2020 - 16:28
Blaumeise-Bluete © creativenature.nl - stock.adobe.com
Durch eine neue, bislang unbekannte Krankheit sterben momentan zahlreiche Meisen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft auf seiner Internetseite dazu auf, vermehrt auf tote Blaumeisen zu achten. Seit März sei es immer häufiger zu kranken oder schnell sterbenden Meisen gekommen. Bislang seien hauptsächlich Blaumeisen, vereinzelt aber auch Kohlmeisen sowie andere kleine Singvögel betroffen. Die Vögel seien laut NABU apathisch, hätten verklebte Augen, seien aufgeplustert und unternehmen keine Fluchtversuche. Woran die kleinen Singvögel erkrankt sind, ist bislang völlig unklar.

Gegenüber der Redaktion teilte ein Sprecher des NABU mit, dass seit Karfreitag über 8000 Meldungen über erkrankte und tote Vögel eingegangen seien. Das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut teilte gegenüber der Redaktion mit, dass es bislang keine näheren Erkenntnisse zu der Erkrankung gäbe.

Bei Kontakt: Handschuhe empfohlen!

In Frage käme laut FLI beispielsweise eine bakterielle Infektion, wodurch es bereits 2018 zu einem Meisensterben gekommen sei, oder eventuell auch das Usutu-Virus, welches in den letzten Jahren massenweise Amseln das Leben kostete. Der NABU bittet darum, Auffälligkeiten zu melden, um nähere Informationen über das Krankheitsgeschehen zu erhalten. Das FLI weist daraufhin, dass die Tiere nur mit Handschuhen angefasst werden sollten. 


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