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Mehrere Schafe gerissen

Wolfsbeauftragte Hartleb untersucht eines der gerissenen Schafe. Foto: Kay-Uwe Hartleb © Kay-Uwe Hartleb

„Es liegen bestimmte Merkmale eines Wolfrisses vor“, berichtet der Wolfsbeauftragte des Landes, Kay-Uwe Hartleb, gegenüber der Redaktion. Den eindeutigen Beweis könne aber erst die Auswertung der DNS-Probe erbringen. Und das kann Wochen, wenn nicht Monate dauern. Denn das Frankfurter "Senckenberg Institut" hat zur Zeit alle Hände voll zu tun. Da der Wolf aber in Frage kommt, wird der Besitzer der Schafe die Kompensationszahlungen für seine getöteten Tiere erhalten. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie zum Beispiel Niedersachsen (C1-Nachweis), genügt in Brandenburg der „hinreichende“ Verdacht.
Die Herde stand auf einer Weide rund 300 Meter vom Ortsrand entfernt. Der Drei-Litzen-Elektrozaun (maximale Höhe 80cm, 30cm zwischen Boden und unterster Litze) genügte zwar, um die Schafe beisammen zu halten, „für einen Wolf waren sie aber eine leichte Beute“, so Hartleb. In unmittelbarer Nähe wurden auch Fährten gefunden, die eventuell von Isegrim stammen. Falls dies so ist, sind sie wohl von einem stärkeren Rüden. Wildbiologe Hartleb vermutet, dass es sich um den Grauhund aus der benachbarten "Tangersdorfer Heide" handeln könnte, den Jäger vor einiger Zeit beobachtet hatten.
BS