Home News Mehrere Fälle von Hasenpest

Mehrere Fälle von Hasenpest

Verdächtige Tierkadaver sollten nur mit Schutzhandschuhen angefasst werden (Symbolbild).


Im Bodenseekreis (Baden-Württemberg) sind in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von Hasenpest (Tularämie) aufgetreten. Die Tularämie ist eine durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufene Infektionskrankheit. Sie tritt bei Hasen, Kaninchen und Nagetieren (Mäuse, Ratten, Eichhörnchen) immer wieder vereinzelt auf. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis fünf Tage. Kranke Hasen sind meist apathisch, abgemagert und verlieren ihre Scheu. Sie verenden innerhalb von zwei bis 13 Tagen.

Ansteckungsgefahr für Mensch und Hund

Da die Hasenpest auch auf den Menschen übertragbar ist und gegebenenfalls eine schwere Infektion zur Folge hat, die im schlimmsten Fall zum Tod führt, gibt es einiges zu beachten: Jäger, die mit verdächtigen Tierkadavern in Kontakt kommen, sollten diese nur mit Schutzhandschuhen anfassen. Gegebenenfalls wird empfohlen, zusätzlich eine Atemschutzmaske und Schutzbrille zu tragen. Denn durch das Einatmen erregerhaltigen Materials kann es beim Menschen zur Infektion kommen.

Tote Hasen und Kaninchen sollen in eine Plastiktüte eingepackt und nach Rücksprache mit dem Veterinäramt zur Untersuchung gebracht werden. Grundsätzlich sollte das Fleisch von Hase und Kaninchen vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Da auch für Hunde die Gefahr einer Ansteckung besteht, ist es sinnvoll diese an der Leine zu führen. Infizierte Hunde zeigen unter anderem Appetitlosigkeit, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten. Im benachbarten Landkreis Lindau (Bayern) wurde die Erkrankung aktuell noch nicht nachgewiesen. PM/RW


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
Thumbnail