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Mehr Nadelholz gefordert

Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände. Foto: MC © MC

Laut einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" sagte Guttenberg, dass ein Laubholzanteil von 70 Prozent bei jungen Bäumen ein "Riesenproblem" ist. Für viele Zwecke würde sich das Holz von Laubbäumen nicht eignen, beispielsweise als Bauholz.
Ebenso sind 90 Prozent der Holzverwertungsbetriebe auf Nadelholz eingestellt, so die AGDW. Zwar sei der Umbau von Monokulturen in strukturierte Mischwälder in Bezug auf die Klimaveränderung grundsätzlich zu begrüßen, dennoch müsse man sich auch an die Bedürfnisse der Gesellschaft orientieren. Prozentuale Vorgaben dürfe es daher nicht geben.
Weiter bezeichnet Guttenberg die Forderung von Wäldern mit rein einheimischen Beständen als "wissenschaftlichen Wahnsinn". Baumarten wie Douglasie oder Küstentanne hätten sich in den vergangenen 100 Jahren etabliert und wiesen vor allem in puncto Klima höhere Toleranzen auf. Durch neue Veredelungsmethoden könne man ebenso mit diesen Arten die heimische Produktion fördern und importierte Tropenhölzer stärker ersetzen.
BS