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Mehr Kranke durch Hantavirus

Rötelmaus: Hauptüberträger des gefährlichen Hantavirus. Foto: Rudolf Tönges © Rudolf Tönges

Das sind deutlich mehr Erkrankungsfälle als im gleichen Zeitraum der letzten Jahre (2008/2009: 16 Fälle, 2009/2010:71 Fälle, 2010/2011: 55 Fälle). Betroffen sind alle ländlichen Landkreise, vor allem aber die Kreise Esslingen, Göppingen und Reutlingen.
Hantaviren werden über Rötelmäuse verbreitet. Der Mensch infiziert sich durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub aus den eingetrockneten Ausscheidungen. Erhöhte Vorsicht gilt vor allem für Waldarbeiter, Förster und Jäger, die Holzstapel im Wald umsetzen oder in jagdlichen Einrichtungen auf Mäuse und deren Hinterlassenschaften treffen. Regionen mit einem hohen Buchenanteil wie Schwäbische Alb und Schönbuch sind am stärksten betroffen, weil die Rötelmaus sich vor allem im Buchenwald aufhält.
Eine Hantavirus-Erkrankung beginnt üblicherweise ähnlich wie eine Grippe mit plötzlich einsetzenden hohen Fieber. Hinzu kommen Kopf- und Gliederschmerzen sowie Bauchschmerzen. Bei einem Teil der Erkrankten entwickelt sich ein Nierenversagen. Rund 80 Prozent der in den letzten Wochen diagnostizierten Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Bei zwei Drittel dieser Fälle lag eine Nierenfunktionsstörung vor. BHA