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Mehr als 1000 Fälle von Wilderei jedes Jahr

Mehr als 1000 Fälle von Wilderei werden jedes Jahr registriert, geschnappt werden nur wenige Täter (Symbolbild).


In Deutschland werden jedes Jahr rund 1000 Fälle von Jagdwilderei registriert – für das Jahr 2017 weist die polizeiliche Kriminalstatistik 1020 angezeigte Fälle aus. Im Jahr davor waren es 1052. In den letzten zehn Jahren war diese Zahl nie geringer als 900 Fälle, wobei sich keine Tendenz in eine Richtung ableiten lässt. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion der Grünen vom 25. Oktober 2018 hervor, die der Redaktion vorliegt.

Täter kommen meist mit Bußgeld davon

Die Daten schlüsseln nicht auf wie die Wilderei begangen wurde – darunter fallen unerlaubt mitgenommene Abwurfstangen, ebenso wie ausgelegte Schlingen und Taten mit illegalen Schusswaffen. Vor Gericht verhandelt wurden in den letzten fünf Jahren jährlich zwischen 21 und maximal 44 Fällen. Dabei kam die ganz überwiegende Mehrheit der tatsächlich Verurteilten (zwischen 11 und 25 Tätern pro Jahr) mit einer Bußgeldzahlung davon. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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