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Mecklenburg-Vorpommern: Jagdzeitenänderung geplant

Drückjagden auf Sauen ab dem 31.12. sollen künftig nur noch mit bis zu acht Schützen erlaubt sein. Foto: Foto Schilling © Naturfoto Schilling

Ein durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern vorgelegter Entwurf zur Änderung der Jagdzeiten sieht vor, dass zukünftig die Einzeljagd auf alles wiederkäuende Schalenwild bis zum 31. Januar erlaubt sein soll. Bewegungsjagden sollen ab dem 31. Dezember eines jeden Jagdjahres verboten sein. Eine Ausnahme bilden Drückjagden auf Schwarzwild mit bis zu acht Schützen.
Die jetzige Regelung, sie hat gerademal ein Jahr Bestand, erlaubt die Bejagung von Rot-, Dam-, Muffel und Rehwild bis zum 10. Januar. Den Anstoß für die vorgesehene Jagdzeitenveränderung gaben die Hegegemeinschaften. Der Landesjagdverband bewertet den Entwurf als einen tragbaren Kompromiss. Nach seiner Auffassung werden die großen Drückjagden im Januar verboten, aber die Möglichkeit ist gegeben, qualitativ in die Altersklassen durch Einzelentnahmen eingreifen zu können.
Die Deutsche Wildtier Stiftung lehnt die geplante Verlängerung der Jagdzeit ab. Sie erhöht den Jagddruck auf das wiederkäuende Schalenwild und missachtet die Erkenntnisse über die Stoffwechselruhe des Rotwildes im Winter. Daran ändert auch das Verbot großer Bewegungsjagden im Januar nichts, heißt es in einer Stellungnahme.
Nach dem vorliegenden Entwurf sollen künftig auch Aaskrähe und Elster dem Jagdrecht unterliegen und eine Jagdzeit (1.August bis 20. Februar) bekommen. RS