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Mecklenburg-Vorpommern: 17 Nandus geschossen

Ein Nandu liegt im hohen Gras. © Eike Mross

In Mecklenburg-Vorpommern wurden in diesem Jahr weniger Nandus gezählt.


Die aktuelle Zählung der Nandus im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe (Mecklenburg-Vorpommern) hat gezeigt, dass die Population kleiner geworden ist. Im Frühjahr 2019 wurden laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums insgesamt 362 Tiere gezählt (107 Altvögel, 190 Jährlinge und 65 unbestimmte Tiere). 2018 waren es noch 566 Nandus gewesen. Warum die Population zurückgegangen ist, sei bislang noch nicht klar, so das Ministerium weiter.

„Grundsätzlich betrachtet lässt das Nandu-Monitoring der vergangenen Jahre den Schluss zu, dass die freilebende Nandupopulation im Landkreis Nordwestmecklenburg allein durch klimatische Faktoren nicht zusammenbrechen und verschwinden wird, deshalb müssen wir dringend zu nachhaltigen Lösungen kommen“, erklärt Minister Till Backhaus.

Bereits 17 Nandus geschossen

„Wir werden die Populationsentwicklung weiterhin intensiv beobachten und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz prüfen, inwieweit die Art Nandu möglicherweise doch invasiv ist. Das heißt, inwieweit die Ausbreitung der Tiere negative Auswirkungen auf heimische Lebensräume, Arten oder Ökosysteme hat.“

Als Maßnahmen gegen das Populationswachstum werde unter anderem Eier manipuliert. Außerdem erklärte der Minister, es seien bis Ende März bereits 17 Nanduhähne von zwei Landwirten mit Sonderngenehmigung geschossen worden. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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