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Maulkorbzwang fürwildernde Hunde

Urteil: Wildernde Hunde sind gefährlich und müssen somit einen Maulkorb tragen. Foto: thraniwen/pixelio.de © thraniwen/pixelio.de

Das hat das Verwaltungsgericht Mainz am 11. Juli 2012 entschieden (Az.:1 L 828/12.MZ). Der Fall: Die zwei frei laufenden Hunde hatten sich am Stadtrand von Worms über ein Reh hergemacht, das aufgrund seiner Verletzungen vom zuständigen Jagdpächter erlegt werden musste. Den von den Jagdpächtern geforderten Schadenersatz in Höhe von 400 Euro hatte die Hundehalterin bezahlt.
Die Stadt Worms stufte zusätzlich unter Anordnung des Sofortvollzugs die Hunde als gefährliche Hunde ein und ordnete außerdem an, dass die Tiere nur noch getrennt und an der Leine sowie mit Maulkorb versehen ausgeführt werden dürfen. Zudem gab sie der Tierhalterin auf, eine Erlaubnis zur Haltung gefährlicher Hunde zu beantragen. Dagegen wehrte sich die Halterin. Die Behörde habe völlig unverhältnismäßig reagiert, zumal es sich um einen einmaligen Vorfall gehandelt habe. Die Richter gaben der Stadt Worms dagegen Recht: Hunde, die durch ihr Verhalten gezeigt hätten, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen, seien nach dem Gesetz gefährliche Hunde. Dabei genüge ein erstmaliger oder einmaliger Vorfall. Im Interesse einer effektiven Gefahrenabwehr sei die Behörde nicht gehalten, weitere Vorfälle abzuwarten, bevor sie einen auffällig gewordenen Hund als gefährlichen Hund einstufe.
BHA