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Martyrium nach Wildunfall

Rund 700 Wildunfälle passieren täglich in Deutschland (Symbolbild). Foto: J. Tillmann


In den späten Abendstunden kollidierte der Wagen eines 19-jährigen Autofahrers bei Tiefenbach mit einem Reh. Scheinbar unbeeindruckt fuhr der junge Mann einfach weiter. Erst 16 Stunden später entschied er sich, den Vorfall der Polizei zu melden. Da die Spuren am Fahrzeug eindeutig waren, wurde „umgehend eine Streife an die Unfallstelle geschickt“, erklärte Polizeisprecher Franz Hundhammer. Das schwer verletzte Reh lebte noch und hatte sich im Graben niedergetan. Beide Hinterläufe waren gebrochen, weshalb die Beamten nicht mehr lange warteten: „Mit zwei Schüssen aus der Dienstwaffe erlösten sie das Tier“, so der Sprecher. Alles Weitere übernahm der Jagdpächter. Bei dem Reh handle es sich um ein Bockkitz, „neben den Hinterläufen war vermutlich auch das Becken gebrochen“, berichtete Pächter Georg Schmerbeck im Gespräch mit jagderleben.
Den 19 Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz (Straftat) und dem Bayerischen Jagdgesetz (Ordnungswidrigkeit).
PM/MH