Home News Marder-Schaden an Milliarden-Bau

Marder-Schaden an Milliarden-Bau

Der Beschleuniger liegt bis zu 170 Meter unter der Erde. Foto: CERN 2005 © CERN 2005

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt kann zur Zeit nicht in Betrieb genommen werden. Ein Marder sei in den unterirdischen Tunnel des 27 Kilometer langen „Large Hadron Collider“ eingedrungen und habe einen Kurzschluss ausgelöst, verzeichnet das Arbeitsprotokoll des europäischen Forschungszentrums Cern. Die Anlage musste den Betrieb einstellen. Der Eindringling überlebte seinen Ausflug in einen 66-Kilovolt-Transformator nicht. Er wurde vom Stromschlag getötet. Wie das Tier in die streng bewachte Beschleunigeranlage nördlich von Genf gelangte ist noch unklar. Für den letzten ähnlichen Zwischenfall im Cern war im November 2009 ein Vogel „verantwortlich“. Er hatte Brotstücke fallengelassen, die in einer elektrischen Anlage einen Kurzschluss auslösten. Davon war das Kühlsystem des Beschleunigers betroffen, so dass die Temperatur zu stark anstieg. Der Vogel sei unverletzt entkommen, habe aber sein Essen eingebüßt, erklärte die Sprecherin damals.
G.G.v.H.