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Luderplatz mit Glasfassade

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Mittwoch, 21.09.2011 - 18:12
Das Amprion-Hochaus im Westfalenpark. Foto: dpa © dpa

"Dabei ist die Dunkelziffer sicher um einiges höher", vermutet Schneider. Im besten Fall brechen sie sich das Genick und sind sofort tot. Andere erleiden Verletzungen wie Schnabelbrüche, Hirnblutungen oder Risse des Luftsackes, was in der Regel ein qualvolles Ende bedeutet.
Im Westfalenpark in Dortmund haben Füchse sich dieses Unglück zum Vorteil gemacht. Für genügend Luder sorgt hier das Amprion-Hochhaus. Laut den Umweltschützern fielen den Scheiben in den letzten zwei Jahren über 1000 Vögel zum Opfer. Die Rotröcke fühlen sich in ihrem neuen urbanen Lebensraum sichtlich wohl und zeigen beim Schnüren auf dem Gelände immer weniger Scheu vor den Menschen. Die Stadt reagierte und eröffnete die Jagd: "Im letzten Jahr wurden im näheren Umfeld des Westfalenpark-Geländes zwölf Füchse erlegt", berichtet Erwin Fischer, Leiter der Unteren Jagdbehörde der Stadt Dortmund, gegenüber jagderleben.de. Aufgrund der stetig wachsenden Population soll in Zukunft die Jagd auf die neuen Stadtbewohner auch auf Teilen des Parks durchgeführt werden, "jedoch nur da, wo ein sicherer Schuss mit ausreichend Kugelfang abgegeben werden kann", so Fischer. BS