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Luchsin gewildert

Die erschossene Luchsin. Foto: Polizei © Polizei

Am 16. Mai sollen die Untersuchungsergebnisse der Tierpathologie Oberschleißheim an die Polizei in Regen weitergeleitet worden sein. Der Träger der Pathologie, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, weiß jedoch nichts von einer untersuchten Luchsin. Auch die Tierpathologie der Münchener Universität zeigte sich unwissend.
Laut Polizei wurde das Tier „durch Schüsse in die Brust“ getötet. Andere Medien berichten von einem einzigen Schuss. Vermutlich waren es jedoch mehrere Verletzungen durch „spezielle Munition“, die den Tod herbeiführten. Weitere Angaben könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Eindeutig scheint nur, dass die Katze wohl um die zwei Jahre alt war und drei Föten in sich trug.
Derzeit ist nach Angaben der Polizei noch unklar, ob der Auffindeort mit dem Ort der illegalen Schussabgabe übereinstimmt. Sie ermittelt wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Da es derzeit keine Anhaltspunkte zu dem oder die möglichen Täter gibt, erbitten die Beamten unter der Telefonnummer 09921 9408 0 (Polizeiinspektion Regen) sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.
Bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen weniger chaotisch verlaufen, als die Aufklärung der Öffentlichkeit. Ansonsten wird der Täter wohl nie gefunden.
Der Vorfall wurde ausgerechnet einen Tag vor dem Beginn der zweitägigen Fachtagung „Erforschung der Ökologie von Luchs und Reh“ publik. Mit dieser Veranstaltung (durchgeführt vom Nationalpark Bayerischer Wald) sollen durch „konkrete wissenschaftliche Erkenntnisse Vorurteile abgebaut und die Akzeptanz verbessert werden“, ließ Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung, im Vorfeld verlautbaren.
BS