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Luchsin führt fünf Junge

Drei von fünf: Bei Bockelnhagen wurde der Rekord-Wurf entdeckt. Foto: Ole Anders © Ole Anders

Drei von fünf: Bei Bockelnhagen wurde der Rekord-Wurf entdeckt. Foto: Ole Anders


Auf die Schliche gekommen waren die Nationalparkmitarbeiter der wilden Samtpfote aufgrund ihres Senders. Diesen bekam die Katze mit der Kennung „F5“ Anfang April 2014. Seit Anfang Mai dieses Jahres wurden die Signale nur noch von einem einzigen Ort gesendet. Dadurch entstand schnell der Verdacht, dass „F5“ Junge bekommen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt war es bisher nie gelungen, den Geburtsort eines Luchs-Wurfes zu lokalisieren. Nach Abstimmung mit dem zuständigen Landesamt und dem Waldeigentümer genehmigte die Jagdbehörde des Kreises Eichsfeld den Nachwuchs zu untersuchen und zu markieren.
Unter einem Holzstoß fanden die Fachleute schließlich, wonach sie suchten. In einem Hohlraum hatte die Katze fünf Jungluchse zur Welt gebracht, vier weibliche und ein männliches. „Das haben wir im Freiland bisher noch nicht beobachtet“, freute sich Ole Anders, Leiter des Harzer Luchs-Telemetrieprojektes, im Gespräch mit jagderleben. Die Tiere wurden darauf hin untersucht und gechipt. Ebenfalls wurden ihnen Haare und Speichelproben für den „genetischen Fingerabdruck“ entnommen. Ob alle den bevorstehenden Winter überleben, bleibt abzuwarten. Zuletzt wurde der Rekord-Wurf am vergangenen Wochenende beobachtet.
BS/PM