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Luchsin soll erlegt werden

Luchs an gerissenem Schaf: In der Schweiz dürfen sie ab einer gewissen Menge erlegt werden. Foto: Jagd- u. Fischereiverwaltung © Jagd- u. Fischereiverwaltung

Die Katze war im Herbst vergangenen Jahres verwaist und abgemagert aufgefunden worden. Daraufhin hatten Pfleger sie in einer Wildtierstation im Emmental aufgepäppelt und auf ein Leben in der Wildnis vorbereiten wollen. Im Mai wurde sie dann, ausgestattet mit einem Sender, in die Freiheit entlassen. Doch Pinselohr hat sich nicht, wie erhofft, von Menschen und deren Nutztieren ferngehalten. Seit ihrer Auswilderung hat sie nachweislich sechs Schafe auf Weiden in der Gemeinde Kandergrund gerissen.
Das landesinterne Luchskonzept besagt, dass ein Abschuss durch professionelle Wildhüter erst genehmigt werden kann, wenn einem Luchs in einem Jahr mindestens 15 Nutztiere zum Opfer gefallen sind. Doch dieses Tier habe sich auf Schafe spezialisiert. „Es handelt sich hierbei um einen Sonderfall“, so Jagdinspektor Peter Jüsy vom Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) gegenüber jagderleben. „Es macht keinen Sinn abzuwarten, bis weitere neun Schafe gerissen werden.“ Des Weiteren berichtete Jüsy, dass die Luchsin auf Vorrat jagt. Dieses Verhalten sei sehr untypisch für die Katzenart.
BS