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Luchse im Harz nach Orkan Sabine entlaufen

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 12.02.2020 - 12:00
Luchs-im-Wald © Karlos Lomsky - stock.adobe.com
Auch ohne die entlaufenen Tiere nimmt die Anzahl der Luchse in Deutschland weiter zu.

Im Luchsgehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg (Niedersachsen) wurde ein Luchskuder durch den Orkan Sabine getötet. Wie der Nationalpark Harz in einer Pressemitteilung bekannt gab, seien zwei alte Buchen auf die Zäune beider Gehegeteile gefallen und hätten den 15-jährigen Luchs dabei getötet. Drei weitere Luchse konnten aus ihrem Gehege entkommen. Helfer suchten nach den vermissten Tieren, jedoch würde sich dies als schwierig gestalten. Die Überlebenschancen der beiden weiblichen und des männlichen Luchses schätzt Luchsprojektleiter Ole Anders zunächst als gut ein. Problematisch könnte es allerdings werden, wenn die ausgebrochenen Tiere in Rivalenkämpfe mit wildlebenden Luchsen verwickelt werden.

Immer mehr Luchse in Deutschland

Generell steigt die Zahl der Luchse im Harz weiter. Gegenüber der dpa gab Ole Anders an, dass im vergangenen Jahr zahlreiche Jungtiere geboren wurden. Für das Monitioringjahr 2018/ 2019 konnten insgesamt in Deutschland 28 Luchsweibchen mit 49 Jungtieren nachgewiesen werden, im vorhergehenden Monitoringjahr waren es laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) nur 20 Weibchen plus Nachwuchs.

Trotzdem ist der Luchs in Deutschland laut BfN nach wie vor durch die Zerschneidung der Lebensräume sowie durch den Verkehr weiterhin stark gefährdet. Mit dem Bayerischen Wald, der Lüneburger Heide, dem Harz und der Schwäbische Alb gebe es in Deutschland auch Lebensräume, in denen sowohl Wolf als auch Luchs nachgewiesen wurden.