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Luchse in Fluss versenkt

Ysper-Mündung in die Donau: Hier wurde der Sack gefunden. Foto: www.angelplatz.at © www.angelplatz.at

Bereits am 4. August wurde der mit Steinen beschwerte Plastiksack von der Feuerwehr geborgen. Zuvor hatte sich eine Privatperson über das übel riechende und seit drei bis vier Tagen im Wasser treibende Fundstück beschwert. Nach genauerem Betrachten identifizierte man die Kadaver als Luchse – vermutlich eine Katze und ihr Junges. Doch von einer Untersuchung hat man abgesehen. Zu stark sei der Verwesungsprozess fortgeschritten gewesen. Auch Beweise in und an dem Sack hätte man nicht sicherstellen können. „Deshalb haben wir den Fund freigegeben und an die Tierkörperbeseitigung nach Tulln übergeben“, so Magister Gottfried Hagel, stellvertretender Bezirkshauptmann von Melk, gegenüber jagderleben.
Tierschützer kritisierten in ersten Reaktionen stark das Vorgehen Behörde. Das einzige Beweismittel, das zu Hinweise zum Todesumstand oder auf die Täter hätte führen können, wurde „einfach wie Müll entsorgt“, heißt es in einer Pressemitteilung des WWF. Dennoch hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.
Ob die Pinselohren gewildert wurden, aus privater oder sonstiger Zucht stammen, ist reine Spekulation.
BS


Quelle: www.jagderleben.de