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Luchse ausgewildert

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Montag, 01.08.2016 - 15:53
Bei der Auswilderung: Ein Slowake für den Pfälzer Wald. Foto: MUEEF © MUEEF
Bei der Auswilderung: Ein Slowake für den Pfälzer Wald. Foto: MUEEF

Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium mitteilt, hätten sich im Vorfeld der Freilassung über viele Jahre hinweg Akteure aus dem Jagdbereich, der Landwirtschaft und dem Naturschutz abgestimmt. Diese Unterstützung und die der Kommunen mache das auf sechs Jahre angelegte Projekt bundesweit einzigartig, so Ministerin Ulrike Höfken. Die EU fördert das Ganze im Zuge des LIFE-Projektes der Stiftung Natur und Umwelt. Das Ministerium beteiligt sich mit 400.000 Euro, weitere Gelder kommen unter anderem vom WWF und der Deutschen Wildtierstiftung. Die jetzt ausgewilderten Luchse, zwei Kuder und eine Katze, stammen aus der Slowakei
Die Wiederansiedlung sei "an ein ganzes Bündel von Maßnahmen eingebettet". So wurden die Luchse zu Monitoringszwecken allesamt besendert. Gleichzeitig regle der im Juni in Kraft getretene Managementplan, was zum Wohl der Tiere sowie der Landnutzer (zum Beispiel Schadenserstattung bei gerissenen Schafen) erforderlich sei. Des Weiteren wurden ehrenamtliche Luchsberater benannt, denen Sichtungen berichtet werden sollen. Sollte es einem der Raubtiere mal nicht gut gehen, stünden "wildlife detection dogs" bereit. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Hunde, die bei Bedarf die hilflosen Luchse finden sollen.
PM/BS
Einen Filmbeitrag zur Freilassung finden Sie hier.