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Luchs wurde vermutlich angeschossen: Minister zeigt sich entsetzt

Christian Liehner © Christian Liehner
Christian Liehner
am
Mittwoch, 21.07.2021 - 17:44
Schlaefriger-Luchs © Quality by Simon - stock.adobe.com
In Baden-Württemberg ereigneten sich gleich zwei Luchsvorkommnisse: Während ein ausgewachsener Kuder mit einer Schussverletzung verendet aufgefunden wurde, konnte bei Konstanz erstmals ein weibliches Tier im Land nachgewiesen werden.

Ein im Mai bei Menzenschwand (Schwarzwald/ Baden-Württemberg) tot aufgefundener Luchs wurde hochstwahrscheinlich mit einem Streifschuss angeschossen und ist später seinen Verletzungen erlegen. Darauf deutet eine Analyse des Landeskriminalamts hin. Zwei aus dem Kadaver geborgenen Metallsplitter bestünden aus Blei, wodurch sich der Verdacht erhärte, dass es sich um Teile eines Munitionsprojektils handele, so die Aussage von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Der ausgewachsene Kuder war verendet in der Nähe eines Fußpfades durch Spaziergänger entdeckt worden. Forstminister Peter Hauk (CDU) äußerte sich bestürzt, eine solche Tat sei kriminell und auf das Schärfste zu verurteilen, so der Minister.

Erster weiblicher Luchs nachgewiesen

Luchse sind in Baden-Württemberg immer noch eine Ausnahmeerscheinung, seit 2004 konnten insgesamt 14 verschiedene männliche Tiere nachgewiesen werden. Erstmalig gelang im Mai diesen Jahres der Nachweis eines weiblichen Tieres im Bundesland, welches in Deutschland bislang auch noch nicht bekannt war. Ob es sich um eine „Stippvisite“ eines durchziehenden Tieres, oder einen langfristigen Aufenthalt im Land handele, sei vorerst unklar, so Forstminister Hauk.

Sichtungen von Luchs & Wolf bitte melden

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) die für das landesweite Luchsmonitoring zuständig ist, bittet Sichtungen möglichst rasch über die Webseite, die Telefonnummer 0761-4018 274 oder per E-Mail an info@wildtiermonitoring.de zu melden.


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