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Luchs in Wohnsiedlung: Auswirkung der Ausgangsbeschränkung?

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Samstag, 20.02.2021 - 15:58
Luchs-liegend © MKozloff - stock.adobe.com
In Ausnahmefällen kommt es vor, dass Luchse sich in Siedlungsnähe aufhalten. Eigentlich gelten sie als sehr menschnenscheu.

Wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet, streifte kürzlich ein Luchs durch Frauenau im Landkreis Regen (Bayern). Das Foto einer Überwachungskamera zeigt ihn mitten in der Wohnsiedlung. Auf Anfrage der Redaktion, erklärte das für Luchse zuständige Landesamt für Umwelt (LfU), dass die Aktivität von Wildtieren in siedlungsnahen Bereichen und bis hinein in Siedlungen durch die nächtlichen Ausgangssperren allgemein begünstigt werden würde.

Die Hinweise auf einen Luchs in einem Wohngebiet von Frauenau würden jedoch einen Einzelfall dokumentieren. Anhand des Bildes stellte das LfU einen halbwüchsigen Luchs mit gutem Ernährungszustand fest. Das Verhalten sei zwar ungewöhnlich, komme jedoch in Ausnahmefällen vor. Bei von der Mutter abwandernden Jungtieren könne es laut LfU vorkommen, dass Neugierde und Spieltrieb sie auch in Siedlungsnähe treibe.

Ob der Luchs eventuell auch auf der Jagd nach Hauskatzen in der Siedlung war, ist unbekannt. Im vergangenen Jahr sorgte ein Kuder in der Region Steinwald für Aufsehen. Der Luchs soll für den Tod mehrer Katzen verantwortlich sein.


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