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Luchs: Wilderei-Prozess gegen Jäger eingestellt

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Kathrin Führes
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Freitag, 06.03.2020 - 14:19
Ein Luchs war 2014 illegal erlegt worden. © mg85 - stock.adobe.com
Ein Luchs war 2014 illegal erlegt worden.

Im Herbst 2019 war ein 54-jähriger Jäger vom Amtsgericht Cham wegen der illegalen Tötung eines Luchses im Jahr 2014 zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Beschuldigte bestritt die Vorwürfe und ging gegen das Urteil in Berufung. Vor dem Landgericht Regensburg fand nun der Berufungsprozess statt. 

Wie ein Sprecher des Landgerichts gegenüber der Redaktion mitteilte, habe man trotz umfangreicher Beweisaufnahme den genauen Tatzeitpunkt nicht mehr nachweisen können und die Tötung des Luchses sei möglicherweise schon verjährt. Die Falle, in welcher der Luchs gefangen wurde, sei vom mittlerweile verstorbenen Vater des Beschuldigten, bereits 2007 im Revier aufgestellt worden. Aufgrund dessen stellte das Landgericht das Verfahren wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz ein.

Jäger in weiterem Punkt verurteilt

Wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde der Jäger jedoch zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen á 25 Euro verurteilt. Man hatte in seinem Besitz ein "Nachtsichtgerät" gefunden, welches zum damaligen Zeitpunkt verboten war.

Wie die "PNP" berichtet, hatte der WWF einem Zeugen, der die Ermittlungen gegen den Anklagten ins Rollen gebracht hatte, eine Belohnung in Höhe von 20.000 Euro gezahlt. Der WWF bezeichnete die Einstellung des Verfahrens in einer Pressemitteilung als "schweren Schlag ins Gesicht all derer, die den Wilderern in Deutschland die Stirn bieten".