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Luchs-Trio wieder vereint

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Mittwoch, 19.11.2014 - 01:00
Die Luchsin vorm Drückjagdstand... Foto: F. Jung © F. Jung

... und wenig später aufgebaumt. Foto: F. Jung

Erfreut sind die Verantwortlichen des Nationalparks über die „Heimkehr“ der Luchse. Während ein Tier nur wenige Tage nach der Flucht wieder eingefangen wurde (wir berichteten hier), ist es nun gelungen, auch die anderen beiden Pinselohren zurück ins Gehege zu führen.
Zuerst wurde der Kater entdeckt. Etliche Anrufe gingen bei der Polizei ein, da sich das Tier in der Nähe einer vielbefahrenen Landstraße aufhielt. „Immer wieder wechselte Paul über die Straße“, schilderte Luchsexperte Ole Anders. Bis nachts um ein Uhr habe man versucht das Tier einzufangen und von der Straße fernzuhalten. Am Samstag wurde die Raubkatze erneut gesichtet als sie einer Spaziergängerin den Weg versperrte. Daraufhin nahm sie ihren Hund auf den Arm und rief die Polizei. Immer wieder versuchte die Frau das Wildtier mit Reden und mit Hilfe ihres kleinen Vierbeiners an Ort und Stelle zu binden bis die Mitarbeiter des Parks eintrafen. Diese betäubten das Tier und brachten es zurück ins Gehege.
Am Dienstagmittag der nächste Anruf: Die letzte flüchtige Ausreißerin wurde gesichtet. Etwa sieben Kilometer Luftlinie vom Gehege entfernt fand ein Förster das Tier auf einer Jagdeinrichtung. „Putzig war, dass die beiden den Platz getauscht hatten“, denn kurz davor machte der Forstmann dort Rast, schmunzelte Anders, der wenig später zur Stelle war. Aufgrund eines Defekts am Betäubungsgewehr missglückte vorerst die Einfangaktion. „Es war jedoch nicht schwer, die Luchsin mit einem Stück Fleisch in die Transportkiste zu locken“, erklärte der Experte im Gespräch mit jagderleben. „Eine gute Zusammenarbeit zwischen Beobachtern, Medien und Polizisten“, sagte er abschließend.
MH