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Luchs-Trio auf der Flucht

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Samstag, 08.11.2014 - 01:00
Seit 2013 bereicherten die Geschwister das Luchsschaugehege. © Anders/NP Harz

Im mehrteiligen Luchsschaugehege des Nationalparks wurden bisher sechs Luchse gehalten. Seit Dienstagabend sind es nur noch drei, da die Umzäunung des Geheges aufgeschnitten wurde. Ein Geschwisterpaar und ein Kater entkamen. Seitdem sind die Luchsexperten den jungen Großkatzen auf der Spur. Die Polizei fahndet nach dem/den illegalen „Befreier/n“.
„Das war ein gezielter Anschlag auf das Gehege“, erklärte der Luchsbeauftragte Ole Anders gegenüber der Redaktion. „Der Täter muss sich gut ausgekannt haben und war mit professionellem Werkzeug ausgestattet. Er hat auf den Feierabend der Angestellten gewartet und um kurz nach 16.00 Uhr zugeschlagen“, schilderte er den vermutlichen Tathergang. Kurz vor dem Gespräch mit jagderleben sei es ihnen gelungen, eine Katze einzufangen. Besucher hatten das Tier etwa eine halbe Autostunde entfernt vom Gehege entdeckt und der Touristeninformation gemeldet. Wenig später konnten die Verantwortlichen mit einem Stück Fleisch die gefleckte Ausreißerin in eine Transportkiste locken – ohne Einsatz des mitgeführten Narkosegewehrs und Katzenfalle. Luchsexperte Anders hofft die anderen beiden noch einzufangen, denn ein wildlebender Kater drehe seit langem Kontrollrunden um das Gehege. Gelingt dies nicht, werde wohl dieser die beiden Jungtiere aus seinem Revier vertreiben.
Es komme immer wieder vor, dass Luchse aus Gehegen entkommen. Aufgeschnittene Zäune sind dem Luchsbeauftragten jedoch bisher nicht bekannt. „Das ist einfach bescheuert“, so Anders abschließend.
MH