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Luchs-Schützin bekommt erneut Recht

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Freitag, 23.09.2016 - 09:39
Dieser Luchs wurde 2011 in den Kalkalpen ausgewildert. Er ist der Vater des getöteten Tiers und gilt als "verschwunden". Foto: NP Kalkalpen © NP Kalkalpen

Bereits im Juni hatten wir über die erste Verhandlung berichtet. Über 12.000 Euro sollte die Dame dem Luchsprojekt für den illegalen Abschuss zahlen. Nachdem sich die Wilderin zunächst erfolgreich gegen den dauerhaften Entzug ihrer Jagdkarte gerichtlich wehrte, triumphierte sie jetzt vor dem Landgericht Steyr. Dieses ist nämlich der Auffassung, dass es grundsätzlich für wildlebende Tiere keine Schadensersatzpflicht gebe, auch wenn diese geschützt seien. Gleichzeitig betonte Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer gegenüber dem "ORF", dass das Gericht ausdrücklich auf die Möglichkeit der Revision hingewiesen hätte. Davon werde der Nationalpark nun auch Gebrauch machen, auch weil es bisher keine vergleichbaren Fälle gab und Pinselohren eine gesonderte Betrachtung verdienten, da sie "europäisches Schutzgut" seien.
BS