+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 185 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 27.11.2020) +++
Home News Luchs Schütze vor Gericht

Luchs-Schütze vor Gericht

am
Samstag, 02.07.2016 - 02:10
Teure Umsiedlung: Mitarbeiter des NP Kalkalpen entlassen einen Schweizer Luchs in die Freiheit. Foto: Roland Mayr © Roland Mayr
Teure Umsiedlung: Mitarbeiter des NP Kalkalpen entlassen einen Schweizer Luchs in die Freiheit. Foto: Roland Mayr

Erst Anfang Juni wurde vor dem Landesverwaltungsgericht bezüglich des Tatvorwurfes der Wilderei verhandelt. Eine Linzerin hatte gestanden, illegal ein Pinselohr getötet zu haben. Ein erstinstanzliches Urteil wurde dabei reduziert, was dazu führte, dass sie ihre Strafe akzeptierte (wir berichteten hier). Nun stand aufgrund des gleichen Vergehens ihr Gatte vor dem Landesgericht Steyr. Ihm war man auf die Schliche gekommen, weil Ordnungshüter einen Kadaver in der Kühltruhe eines Präparators gefunden hatten. Auch er ist geständig. Wie Medien berichten, habe ihm das Tier "seine Rehe weggefressen", so die Argumentation des Angeklagten. Das Urteil: eine Geldstrafe von 11.160 Euro sowie Schadenersatz in Höhe von 12.101 Euro, zu zahlen an den Nationalpark Kalkalpen. Das entspricht exakt der selben Summe, die seine Frau zu entrichten hat. In dem Schutzgebiet versuchen Parkmitarbeiter seit Jahren die Tiere zu etablieren.
Wegen Falschaussagen bei der Verhandlung der Luchs-Wilderin wurden jetzt auch gegen den Präparator und einen Metzger Geldstrafen verhängt. Erster soll 4.320 Euro zahlen, der Fleischhauer 2.160 Euro. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, da alle Beschuldigten ankündigten, Rechtsmittel einzulegen.
BS