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Luchs reißt Gatterwild

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Dienstag, 10.11.2015 - 01:00
Luchs mit seiner Beute (Symbolbild). Foto: Reinhard Siegel © Reinhard Siegel
Luchs mit seiner Beute (Symbolbild). Foto: Reinhard Siegel

Wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) auf Nachfrage von jagderleben bestätigte, kam Pinselohr in der vergangenen Woche gleich zwei Mal. Nach dem ersten Angriff rieten Gutachter, das getötete Stück liegen zu lassen. Sie verdächtigten bereits zu diesem Zeitpunkt den Luchs. Er würde zu seinem Riss zurückkehren und dann könne man beispielsweise mit Fotofallen seine Existenz eindeutig beweisen, so die Experten. Die Katze kam wieder, bediente sich jedoch nicht an seiner alten Beute sondern holte sich stattdessen Frischfleisch. Der Gatterbetreiber sah noch, wie die Samtpfote mit einem gekonnten Sprung das Gehege verlies.
Mehrfachtötungen wie diese seien laut LfU sehr selten. Das Gatter sei gegen das Eindringen von nicht kletternden Tieren wie Hunde oder Füchse ausreichend geschützt gewesen. Da es sich um den ersten Nachweis in der bayerischen Rhön handelt, bestand kein konkreter Anlass für Schutzvorkehrungen gegen Luchsübergriffe. Als Einsprungschutz sollte mittelfristig ein Elektrozaun installiert werden. Bei einem Ortstermin haben sich LfU-Mitarbeiter mit dem Gehegebesitzer beraten und über eventuelle Sofortmaßnahmen wie etwa das Vergrämen mit Hundehaaren gesprochen. Die entstandenen Schäden werden über den „Ausgleichsfonds große Beutegreifer“ ausgeglichen.
BS