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Luchs gewildert undauf Gleise gelegt

Luchsin "Hera" (r.) in ihrem Gehege. Foto: Wildpark Mautern GmbH © Wildpark Mautern GmbH

Das weibliche Tier namens "Hera" stammt aus dem Wildpark Mautern und war im März dieses Jahres ausgebrochen, nachdem eine Lawine den Zaun des Geheges beschädigt hatte. Der von einigen Zügen überrollte und zerstückelte Kadaver des Pinselohrs wurde zur Obduktion dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien übergeben.
Bei der pathologischen Untersuchung fand man im Lendenbereich Teile eines Projektils, wie am Mittwoch, den 17. Oktober, bekannt wurde. Sie bestehen aus Kupfer und stammen von einem sieben Millimeter Geschoss, sind sich die Wissenschaftler des Forschungsinstituts sicher. Die Geschäftsführerin des Wildparks Doris Wolkner-Steinberger zeigte sich entsetzt: "Es ist unglaublich, dass hier versucht wurde, eine Straftat zu vertuschen." Parkmitarbeiter hatten laut eigenen Angaben ständig Kontakt zu der Katze und fütterten sie außerhalb des Geheges. Sie gingen davon aus, dass sich das Tier zur Ranz zurück in das Gehege begeben hätte. Die Park-Verwaltung erstattete nun Anzeige gegen Unbekannt, wie die Polizeiinspektion Mautern gegenüber der Redaktion bestätigte.
BS