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Luchs fällt Hund an

Luchse verteidigen ihre Beute auch gegen Hunde (Symbolbild).


Am Freitag den 24. November wurde in Katlenburg, Niedersachsen ein angeleinter Labrador-Retriever von einem Luchs attackiert. Die Polizei Northeim teilte in einer Pressemitteilung mit, das Tier habe vermutlich seine Beute verteidigt. Wie Luchsbeauftragter Ole Anders gegenüber der Redaktion erklärte, hatte sich das Pinselohr in einem Gebüschstreifen zwischen Acker und Feldweg aufgehalten. An der Ackerkante lag ein gerissenes Reh. Als sich der Hund und sein Halter näherten, sei der Luchs aus dem Gebüsch gesprungen und habe sofort angegriffen. Er habe wohl klar machen wollen: „Hier geht´s nicht weiter“, so Anders. Laut Polizei konnte der Labrador die Katze abschütteln. Beide Tiere und auch der Besitzer blieben unverletzt.

Luchs ließ sich nicht einfangen

Der Angreifer zog sich zu seiner Beute zurück und blieb dort bis zum Eintreffen der Polizei und des Luchsbeauftragten sitzen. Erst als diese versucht hätten, das Tier einzufangen, habe es sich zurückgezogen, sagte Anders. Dies sei nicht der erste Zwischenfall zwischen Hund und Luchs. Allerdings wären selten Menschen so direkt beteiligt. Glücklicherweise laufen solche Aufeinandertreffen meist harmlos ab. Man hätte das Tier gerne gefangen und besendert, um zu überwachen, ob es häufiger solche Verhaltensmuster zeigt. Allerdings brachte auch eine über Nacht aufgestellte Kastenfalle keinen Erfolg, wie Anders berichtet. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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