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Luchs eskortiert Jäger

Die Filmaufnahmen wurden dem "Arbeitskreis Hessenluchs" zur Verfügung gestellt. Foto: luchs-in-hessen.de © luchs-in-hessen.de

Die Filmaufnahmen wurden dem "Arbeitskreis Hessenluchs" zur Verfügung gestellt. Foto: luchs-in-hessen.de

Aufgenommen wurden die Bilder auf dem Hohen Meißner. Dadurch konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass die Großkatzen jetzt auch im Osten des Werra-Meißner-Kreises ihre Fährten ziehen, berichtet der „Arbeitskreis Hessenluchs“. Bisher wurden sie nur im Westen gesichtet. Der Jäger filmte mit seinem Mobiltelefon, wie das Tier langsam auf seinen Hochsitz zuwechselte. In etwa 15 Metern Entfernung fraß der Luchs dann an einem versteckten Riss, ein Reh wie sich später herausstellte.
Als Pinselohr schließlich den Waidmann bemerkte, kam er zum Hochsitz und äugte die Leiter hinauf. Nachdem er sich wieder seiner Beute widmete, verließ der Jäger die Kanzel. In einem Abstand von circa 25 Metern wurde er von seinem Mitjäger begleitet. Am Waldrand angekommen blieb der Luchs stehen und beobachtete den Grünrock an seinem Auto. „Dieses Verhalten ist nicht ungewöhnlich“, sagte Gerd Bauer vom Arbeitskreis Hessenluchs gegenüber der Redaktion. „Wir haben schon häufiger von ähnlichen Erlebnissen gehört.“ Die Luchse wollen ihren Riss in Sicherheit wissen und blieben daher in Sichtkontakt, bis die „Gefahr“ vorüber sei. Besonders aufmerksam würden die Tiere Personen mit Hunden beobachten, da sie in ihnen direkte Nahrungskonkurrenten sehen. Doch Angst müsse man nicht haben. Von Übergriffen auf Menschen ist bis heute nichts bekannt, so Bauer.
BS


Das Video von dem Luchs finden sie hier auf www.luchs-in-hessen.de