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Luchs: Erneute Auswilderung im Pfälzerwald

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 26.02.2020 - 17:41
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im Pfälzerwald wurde nun eine Luchsin aus der Schweiz ausgewildert (Symboldbild).

Wie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde im Pfälzerwald am 21. Februar erneut ein Luchs ausgewildert. Bei dem Tier handelt es sich um die 2017 geborene Luchsin „Isis“ aus der Schweiz. Die Katze wurde im St. Galler Rheintal von einem Fangteam, bestehend aus Tierärzten und Wildhütern, eingefangen und in eine Quarantänestation gebracht. Von dort wurde sie, im Anschluss an weitere Gesundheitschecks, nach Rheinland-Pfalz transportiert und im "zentralen Pfälzerwald" freigelassen.

Um die Bewegung des Tieres künftig nachvollziehen zu können, wurde der Luchsin ein GPS-Halsband angelegt. Ziel des Luchsprojektes ist es, insgesamt 20 Luchse aus der Schweiz und der Slowakei in den Pfälzerwald umzusiedeln. „Isis“ ist nun das zehnte Weibchen im Projekt. Obwohl es in der Vergangenheit immer wieder Todesfälle gab, sind die Verantwortlichen aufgrund der „regen Vermehrungsaktivität“ zuversichtlich, dass sich die Population weiterhin etabliert und sich mit den benachbarten Vorkommen vernetzt.

Fünf Übergriffe auf Nutztiere seit 2016 auf

Im Rahmen des LIFE Luchs Wiederansiedlungsprojektes wurden seit 2016 fünf Übergriffe auf Nutztiere registriert. Mitte Februar gab es den letzten Fall, bei dem der, aus der Slowakei ausgewilderte Kuder „Alfi“ ein Dam- sowie ein Rotwildkalb in einem Wildgehege gerissen hatte. Wie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in einer Pressemitteilung weiter bekannt gibt, wurden seit der Freilassung der ersten Luchse im Pfälzerwald im Zeitraum von 2016 bis 2019 rund 2.500 Euro Entschädigungen für gerissene Tiere gezahlt.