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Die Luchs-Auferstehung

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Donnerstag, 02.07.2015 - 02:10
Ende April 2014 wurde diese Luchsin in die Freiheit entlassen. Foto: PLI © PLI

Der Aufschrei in den Medien war groß, als der Sender im Kärntner Lesachtal gefunden wurde. Die Vermutung: Ein Luchs, der erst im Vorjahr ausgewildert wurde, sei getötet worden. Beim WWF löste diese Mutmaßung „großes Entsetzen aus“, wie es in der damaligen Pressemitteilung hieß. Der Leiter des WWF-Luchsprojektes sagte, dass mit dieser „Tat“ jahrelange und kostenintensive Arbeit mit einem Schlag zunichte gemacht wurde. „Sollte der Täter aus den Reihen der Kärntner Jägerschaft kommen, erwartet der WWF die Kompensation dieses herben Verlustes (...)“, so die Forderung der Organisation.
Und dann ist er plötzlich wieder da. Eindeutig wurde der vermeintlich gewilderte Luchs durch die Aufnahme einer Fotofalle identifiziert. Wildbiologe Paolo Molinari hat die Bilder ausgewertet und das Tier aufgrund der Fellzeichnung erkannt. „Ich bin überglücklich“, sagte er gegenüber der „Kronen Zeitung“. Nun vermuten die Experten, dass sich Pinselohr seinen Halsschmuck selbstständig ausgezogen haben könnte. Später fand ihn dann vielleicht ein Wanderer und da dieser vermutlich nicht wusste, was er mit dem Fundstück machen sollte, hat er es einfach an einem Baum aufgehängt.
BS