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LJV-Vize tritt zurück

Jäger-Demo in Hessen: Einige LJV-Mitglieder sind offenbar nicht einverstanden mit der Politik ihrer Verbandsspitze. Foto: MS © MS

Es geht um den Vizepräsidenten Werner Wittich, der seine Tätigkeit im Vorstand des Landesjagdverbandes Hessen mit sofortiger Wirkung beendete. In einem Schreiben an LJV-Präsident Dr. Jürgen Ellenberger, das der Redaktion vorliegt, gab er als Gründe unter anderem an, dass er nur unzureichend in Entscheidungsprozesse des LJV-Präsidiums in Bezug auf „viele Einzelprobleme, die den LJV und die heimische Jagd unmittelbar berührt haben“, mit eingebunden gewesen sei. Letztendlich habe er so seinen Verpflichtungen gegenüber den Mitgliedern und den Interessen von Wild und Jagd nicht ausreichend nachkommen können.
Röther hatte seinen Rücktritt als ehrenamtlicher Pressesprecher Anfang Januar in einem öffentlichen Brief noch drastischer formuliert (PIRSCH berichtete in Ausgabe 3/2016). Für ihn war ausschlaggebend, dass sein Verband das neue hessische Jagdgesetz "gerade zu euphorisch" als Erfolg verbuchte. Die LJV-Stellungnahme habe inhaltlich stark an die am gleichen Tag veröffentlichte Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion erinnert, welche sich selbst lobte und behauptete, "substanzielle Verbesserungen für die Jägerschaft" erreicht zu haben. Röther bewertete die Endfassung der JVO jedoch so: "Grüne, Nabu und radikale Tierschützer haben ihre Ziele weitestgehend durchgesetzt." Demnach habe der LJV-Vorstand mit seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einen Weg eingeschlagen, der den hessischen Jägerinnen und Jägern schaden und in eine Sackgasse führen würde.

DIT