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LJV-Sachsen vor Spaltung?

Beim Thema Wolf sind sich<br>die sächsischen Jäger uneins. Foto: LJV/BS © LJV/BS

Als Begründung gab der kürzlich neugewählte Vorsitzende, Tilo Sauer, vor allem die aktuelle Wolfs-Politik des Verbandes unter Präsident Knut Falkenberg an. Auslöser war jedoch letztendlich Falkenbergs Aussage über den ehemaligen Hegeringsleiter, den er als "Einzelmeinungsmacher" bezeichnete.
Sauer kritisierte in einem Gespräch mit der Redaktion vor allem, dass der Wolf "ohne Rücksicht auf Verluste" geschützt werde. "Kritische Stimmen werden nicht gehört"; so Sauer. "Eine bis zu 30-fach überhöhte Wolfsdichte bringen einige Schalenwildarten wie Muffel-, Dam- und Rehwild an den Rand der territorialen Ausrottung." Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Wolf mit Geldern gefördert werde und auf der anderen Seite die "Landschaft entvölkert wird und Schulen geschlossen werden müssen, da die nötigen Mittel fehlen". Der neue "freie Hegering Wittichenau" will sich vehement für die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht einsetzen, um die Hege- und Naturschutzpflicht der Jäger nicht nur in die eine Richtung zu gewährleisten. Sauer kann sich eine "Sogwirkung" des Austrittes vorstellen, da er weiß, dass auch andere Hegeringe gleicher Meinung sind.
Steffen Richter, Geschäftsführer des LJV, verteidigt die Linie Falkenbergs. "Die Haltung des Hegerings ist unvereinbar, auch aus gesellschaftlicher Sicht." Daher kam der Austritt für Richter nicht ganz unerwartet. Der Hegering hatte schon einmal aus gleichen Gründen mit diesem Schritt gedroht. BS

Eine offizielle Stellungnahme von LJV-Präsident Knut Falkenberg finden Sie hier.