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Leute, leint eure Hunde an!

Diese Ricke wurde Anfang der Woche von freilaufenden Hunden gerissen. Foto: JHG Straubenhardt © JHG Straubenhardt

Viele Jägerinnen und Jäger fragen sich zu Recht, warum einige Halter gerade während der Brut- und Setzzeit ihre Hunde nicht anleinen wollen. Denn dadurch sind sie in diesen Tagen eine der größten Gefahren für das Niederwild. Obwohl viele durch Schilder und Aufrufe die Öffentlichkeit aufklären, sieht man freilaufende Hunde so gut wie bei jedem Spaziergang.
Besonders die derzeit hochbeschlagenen Ricken haben kaum eine Chance, wildernden Hunden zu entkommen. Schon nach einigen Metern Flucht holen die Hunde die Tiere ein, reißen ihnen Decke und Wildbret von, beziehungsweise aus der Keule. "Gut", wenn das Stück dann schnell verendet. Dass das jedoch nicht immer der Fall ist, zeigt folgendes Beispiel. Einem Jäger aus dem Enzkreis (Baden-Württemberg) bat sich am vergangenen Dienstag in seinem Revier ein erbärmliches Bild. Er musste eine durch Bissverletzungen schwer verletzte Ricke noch den Fangschuss antragen. In ihr fand der Grünrock zwei Kitze, die wohl in den nächsten Tagen gesetzt worden wären. Gleichzeitig berichtet ein Berufsjäger aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis (Nordrhein-Westfalen) von einem identischen Vorfall.
Wie schon erwähnt, klagen bundesweit Jagdausübungsberechtigte über freilaufende Hunde. Einige kündigten an, dass sie von ihrem Recht Gebrauch machen und wildernde Vierbeiner erschießen werden. In Oberstdorf (Bayern) ist dies jetzt geschehen. Die zuständigen Jäger hatten zuvor mehrmals zwei wildernde Hunde beobachtet und der Polizei gemeldet. Die Halterin des erschossenen Freigängers muss mit einem Bußgeldbescheid rechnen.
RJE