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Letzter nördlicher Breitmaulnashorn-Bulle tot

Sudan war das letzte männliche Exemplar des nördlichen Breitmaulnashorns.


Das Ol Pejeta Tierschutzgebiet in Kenia (Afrika) hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass das letzte männliche Exemplar des nördlichen Breitmaulnashorns gestorben ist. Der Nashorn-Bulle Sudan musste am 19. März im Alter von 45 Jahren eingeschläfert werden. Nun leben nur noch zwei weibliche Nashörner. Tochter und Enkelin von Sudan. Es bleibe nun nur noch die Hoffnung, über künstliche Befruchtung die Art zu erhalten, so das Wildreservat weiter. Wilderei in den 70er und 80er Jahren habe die Population an den Rand des Aussterbens gebracht.

Rund um die Uhr bewacht

Bis 2009 lebte Sudan in einem Zoo in Tschechien und entging damit dem Aussterben seiner Art. Da man hoffte, dass das Klima und Habitat in Kenia die Fortpflanzungswahrscheinlichkeit erhöhen könnte, wurden die letzten vier Nashörner damals in das Ol Pejeta gebracht. Dort hätten sie unter ständiger Bewachung und optimierter Nahrungsversorgung gestanden. Wie „tagesschau.de“ berichtet, leben dank intensiver Schutzmaßnahmen vom südlichen Breitmaulnashorn noch etwa 20.000 Exemplare. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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