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Leise Langläufer machen Elchen Beine

Elchwild reagiert empfindlich auf Störungen. Foto: Sven-Erik Arndt © Sven-Erik Arndt

Dazu zeichneten sie die Bewegungen von sendermarkierten Elchkühen auf, denen sie sich wiederholt leise auf Langlaufskiern abseits von Loipen näherten. Die Elche flüchteten und verdoppelten dabei ihren Energieverbrauch pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Kälbern, die mit der Mutter Schritthalten wollen steigt der Verbrauch sogar um über 60 Prozent an.
Noch drei Stunden nach der Störung waren die Tiere in schneller Bewegung. Den gesamten restlichenTag nutzten sie ein deutlich größeres Gebiet als sonst und verließen nach wiederholten Störungen das Areal endgültig. Denn die Tiere gewöhnten sich nicht an die "harmlosen" Wintersportler in ihrem Einstand. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Elche eine einzelne Störung wohl leicht weg stecken können. Wiederholte Begegnungen mit Menschen zehren jedoch auch am gewaltigen Körper des Elchs und können zu erhöhten Winterverlusten führen. Sie empfehlen deshalb auch in den menschenarmen Weiten Schwedens eine Art Wegegebot.
CM