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Leinenzwang: Hundehalter greift Jäger an

Wildernder Hund läuft durch © Hannah Reutter

Ein Landwirt und Jagdausübungsberechtigter wurde am vergangenen Mittwoch bei Lüdersfeld (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen) wohl von einem Hundebesitzer angegriffen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte gegenüber der Redaktion, dass es zu einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gekommen sei.

Der Jäger sei auf seinem Traktor unterwegs gewesen, als ihm ein freilaufender Hund aufgefallen sei. Er habe den Hundehalter auf die Brut- und Setzzeit und die aktuell in Niedersachsen herrschende Leinenpflicht angesprochen. Es sei daraufhin zu einem Wortwechsel gekommen, so der Polizeisprecher weiter. Der Hundebesitzer habe keine Einsicht gezeigt.

Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung

Als der Mann seinen Hund in sein Auto gesetzt hatte, fotografierte der Jäger das Kennzeichen des Wagens. Daraufhin habe ihn der Hundebesitzer mit einer Lederleine mit Karabinerhaken attackiert und am Oberarm getroffen, erklärt die Polizei. Der Angegriffene flüchtete sich auf seinen Traktor und informierte die Ordnungshüter. Diese konnte den Hundebesitzer ausfindig machen und konfrontieren. Er habe nach Auskunft der Beamten abgestritten, körperliche Gewalt angewandt zu haben. Nun läuft gegen ihn eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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