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Leiche feiert Jubiläum

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Dienstag, 20.09.2016 - 17:59
Der Tote im Jahre 1991 kurz nach seiner Entdeckung im Eis der Ötztaler Alpen auf 3210 Meter Höhe. Foto: LPK Tirol © LPK Tirol
Der Tote im Jahre 1991 kurz nach seiner Entdeckung im Eis der Ötztaler Alpen auf 3210 Meter Höhe. Foto: LPK Tirol

Ein Ehepaar aus Nürnberg hatte die Leiche 1991 in den Ötztaler Alpen beim Bergsteigen gefunden, als es eine Abkürzung genommen hatte. Zunächst vermutete man, dass es sich bei dem Fund um einen verunfallten Freizeitsportler handeln würde. Ausgerechnet die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner gab in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zu Protokoll, dass es sich weder um einen Bergsteiger, noch um ein Kriegsopfer handeln würde, denn Krieg hätte da oben niemand geführt. Wer wagt sich also in so unwirtliche Höhen? Ein Steinpfeil verriet schließlich, dass der tote ein Jäger gewesen ist.
Dank der rasanten Entwicklung technischer Verfahren und neusten chemischen Methoden weiß man bis heute, dass die später "Ötzi" getaufte Mumie aufgrund einer Schussverletzung verblutete. Inzwischen fanden Forscher sogar Augenfarbe und Blutgruppe heraus. Auch wissen sie, dass er an Borreliose, Würmern, Fußpilz sowie Arthritis litt. Man baute für Ötzi ein ganzes Forschungsinstitut. Bei der ganzen Neugier wurde aber eines nicht vergessen: Die Würde des Menschen. So entscheidet stets eine Ethikkommission, was erforscht werden darf. Denn schließlich handelt es sich bei dem Fund immer noch um einen menschlichen Körper.
BS