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Legende gewildert

Satao: Durch den Verkauf seiner Stoßzähne werden wohl Terror-Gruppen viele Waffen kaufen können. Foto: The Times Africa © The Times Africa

Wegen des Elfenbeins – Satao galt als einer der wenigen „100 + pounders“ – war er immer wieder das Ziel von Wilderern, wie jetzt bekannt wurde fiel er im Mai im Tsavo Nationalpark ihren vergifteten Pfeilen endgültig zum Opfer. Er wurde etwa 45 Jahre alt.
Der grausam zugerichtete Kadaver mit den herausgehackten Zähnen wurde erst Anfang Juni entdeckt. Wie der kenianische Tierschutzbund Tsavo Trust mitteilte, konnte nun anhand charakteristischer Merkmale einwandfrei festgestellt werden, dass es sich um Satao handelte. Wie der Kenia Wildlife Service berichtet, haben Ranger Ende Juni drei Personen verhaftet, die mit der Tötung von Satao in Verbindung gebracht werden. Bei einem Feuergefecht wurden drei weitere Wilderer von Rangern niedergestreckt und Waffen sichergestellt. Laut Tsavo Trust wurden im laufenden Jahr mindestens 100 Elefanten von Wilderern getötet.
In einem aktuellen Bericht warnt die Uno erneut von dem eigentlichen Ausmaß des blutigen Geschäfts mit dem "weißen Gold". Rebellengruppen nehmen demnach jährlich zwischen vier und zwölf Millionen Dollar durch den Verkauf von Elfenbein ein und finanzieren damit ihre Kriege.
GGvH /BS