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Lebewesen des Jahres: Fischotter, Brauner Bär und Co.

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Kathrin Führes
am
Freitag, 25.12.2020 - 15:57
Fischotter-im-Wasser © Vladimir Vitek - stock.adobe.com
Der Fischotter ist Wildtier des Jahres 2021.

Ob Landschaft, Wildtier, Schmetterling oder Baum – seit vielen Jahren werden Lebewesen des Jahres von Naturschutzorganisationen ausgelobt. Oft handelt es sich dabei um gefährdete Arten, die man so in den Fokus der Öffentlichkeit rücken möchte. Auch Jagdprüfer fragen die Lebewesen des Jahres gerne einmal bei der Prüfung ab – es lohnt sich also, vorher einen Blick in die Liste zu werfen.

Fischotter ist Wildtier des Jahres

Der Fischotter darf sich im Jahr 2021 über die Bezeichnung „Wildtier des Jahres“ freuen. „Die Deutsche Wildtier Stiftung hat den Fischotter zum Tier des Jahres 2021 gekürt, um darauf aufmerksam zu machen, wie gefährdet er selbst und seine Lebensräume sind“, erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Wie viele Fischotter es in Deutschland gebe, sei unklar. Fest steht nur, dass er im Osten Deutschlands häufiger vorkommt als im Rest der Republik. In Rheinland-Pfalz würde es ihn beispielsweise überhaupt nicht mehr geben.

Anders sieht die Situation des Fischotters in Teilen Bayerns aus. So wurde im März in der Oberpfalz ein Pilotprojekt zur Entnahme einzelner Fischotter gestartet. Trotz Präventionsmaßnahmen waren die angemeldeten Schäden durch Fischotter in Bayern von 280.000 Euro im Jahr 2016 auf 1,04 Millionen Euro im Jahr 2018 gestiegen.

Die stellvertretende Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Gabi Schmidt, sagt zu der Wahl: „Die Auszeichnung ist ein Schlag ins Gesicht aller hart arbeitenden Fischzüchter. Denn die Zahl dieser Marder mit Flossen steigt seit Jahren überall im Freistaat stetig an und hinterlässt in Karpfen- und Forellenteichen vernichtende Spuren.“

Stechpalme ist Baum des Jahres

Den Baum des Jahres 2021 hätten wohl viele nicht nach Europa beheimatet: Doch tatsächlich ist die Stechpalme (Ileax aquifolium) in Europa heimisch – als einzige aus der Gattung der Stechpalmen. In Deutschland zentriert sich das Vorkommen vor allem auf den Bereich des Mittelgebirgsgürtels – besonders westlich des Rheins, im Schwarzwald, im nördlichen Tiefland und im Alpenvorland. Sie steht nach der Bundesartenschutzverordnung bei uns unter besonderem Schutz.

Reptil des Jahres ist die Zauneidechse

Als Reptil des Jahres wählte die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) die Zauneidechse. Diese befindet sich auf aktualisierten Version der Roten Liste mittlerweile auf der Vorwarnstufe. „Tatsächlich wird die Zauneidechse in den Roten Listen der meisten deutschen Bundesländer als gefährdet oder stark gefährdet eingestuft“, so Dr. Axel Kwet, Geschäftsführer der DGHT.


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