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Lebendig angeschnitten

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Sonntag, 22.02.2015 - 01:10
Bei lebendigem Leibe wurde dieses Schaf vom Fuchs angeschnitten. Foto: J. Huber © J. Huber

Der erste Übergriff ereignete sich bereits Anfang letzte Woche. Der Schafhalter, Josef Huber, fand die Überreste eines etwa 5 Kilogramm schweren Lammes vor: „Bis auf Kopf sowie Vorder- und Hinterläufe war alles aufgefressen“, erklärte er gegenüber der Redaktion. Zudem sei das Mutterschaf durch deutliche Kampfspuren so schwer verletzt gewesen, dass es erlöst werden musste. Anhand der Spuren und Bissverletzungen gingen Hubers Vermutungen zunächst in Richtung Hund. Einen Wolf wollte er ebenfalls nicht ausschließen, deshalb meldete er den Riss der Polizei und informierte auch die Jäger. Die Ordnungshüter gaben den Fall an das Landesamt für Umweltschutz weiter. Zudem analysierte ein Fährtenexperte die Spuren.
In der Nacht von Sonntag auf Montag dann der nächste Beutezug. Erneut wurde ein Lamm gerissen. Huber: „Durch den Verlust hat das Mutterschaf nicht mehr gefressen und ist an Durchfall erkrankt.“ Vermutlich deshalb wurde das Tier in der darauffolgenden Nacht zum Opfer. Doch diesmal hatte der Besitzer vorgesorgt: Aufnahmen einer Wildkamera (siehe unten) zeigten einen Fuchs, der sich in das etwa 80 Kilogramm schwere Schaf verbiss und dadurch tötete.

Da seine Herde bereits ziemlich verstört sei, hofft Huber, dass die Jagdausübungsberechtigten dem Treiben bald ein Ende setzten. Einmal habe ein Jäger Reineke bereits im Anblick gehabt – jedoch war die Entfernung für einen sicheren Schuss zu groß. Ein mobiler Jagdwagen soll nun zum Erfolg führen.
MH