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Laser gegen Krähenplage

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Mittwoch, 23.07.2014 - 16:16
Jäger nutzen jetzt Laser, um die Städter vor Krähen zu schützen. Foto: Naturfoto Schilling © Naturfoto Schilling
Jäger nutzen jetzt Laser, um die Städter vor Krähen zu schützen. Foto: Naturfoto Schilling

Es sind die ungewöhnlich vielen Aaskrähen (Nebel- und Rabenkrähen) am Zentralfriedhof der Landeshauptstadt Graz, die Sorgen bereiten. "Wir vermuten, dass dort eine ältere Frau, die bei den Nachbarn deswegen schon sehr unbeliebt ist, heimlich füttert", berichtet Bezirksjägermeister Stephan Moser. Man habe bereits das Magistrat informiert, damit die Ordnungswache das unterbindet. Noch im Winter waren sie statt am Friedhof an einem Kindergarten "zu Hause" und koteten dort die Spielgeräte voll, so Moser. Mit mehreren Methoden wie etwa Platzpatronen habe man versucht, die Vögel zu vertreiben, man scheiterte jedoch. Ein Laserpointer schien die Lösung für das Problem zu sein. "Wenn man damit leuchtet, verlassen die Krähen panikartig die Örtlichkeit", beschreibt Moser und spricht von einer "intensiven Störung", die die Tiere aber nicht verletze.
Die Jägerschaft hofft, dass die Vögel mit den Laserpointern auf das Land getrieben werden. Außerdem sprach sich der Bezirksjägermeister für eine stärkere Reduzierung des Bestands aus: "Ich will sie nicht ausrotten, es sind ja hoch intelligente Tiere, aber man muss Maß und Ziel finden. Derzeit ist das nicht der Fall." Auch in der Landwirtschaft verursachen die Vögel Schäden etwa am Mais. Der Amtstierarzt Klaus Hejny verwies auch auf die räuberischen Instinkte der Krähen: "Sie attackieren die Küken von Singvögeln und plündern Nester." Das sei mit ein Grund, warum es im Gegensatz zu früher viel weniger Singvögel im Stadtgebiet gebe.
MS