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Lange Schonzeiten werden zum Problem

Füchse dürfen in Südtirol jetzt wieder im Sommer bejagt werden.


Nach der Änderung des Jagdgesetzes im Mai 2013 dürfen Füchse in Italien nur noch zwischen dem dritten Sonntag im September und dem 31. Januar bejagt werden. Diese Neuerung hat vor allem in Südtirol zu großen Problemen geführt. Laut Dr. Andreas Agreiter, stellvertretender Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei in Bozen, ist seither die Jagdstrecke um mehr als die Hälfte eingebrochen. Da in Südtirol die Schalenwildarten nur bis Mitte Dezember bejagt werden dürfen, würden viele Jäger danach nicht mehr ins Revier gehen, um Jagdruhe zu wahren. Außerdem sei die Fuchsjagd im Sommer viel einfacher.

Fuchsbandwurm bereitet Sorgen

Immer öfter würden jetzt die Tiere auch tagsüber in Ortschaften und auf Bauernhöfen gesichtet. Die Schadensmeldungen der Landwirte über gerissenes Geflügel häufen sich. Auch die Ausbreitung des Fuchsbandwurms gibt Anlass zur Sorge. Bisher gab es eher wenige Fälle, so Agreiter, allerdings könne man nicht ausschließen, dass diese Zahl nun steige. Deshalb verlegt das Amt die Jagdzeit um sechs Wochen nach vorn.

Dieses Jahr dürfen Füchse ab dem ersten August und bis zum 15. Dezember erlegt werden. Agreiter erhofft sich davon eine deutlich höhere Strecke. „Es wäre schön, wenn man das dauerhaft im Gesetz unterbringen könnte“, berichtet er weiter. Bisher muss jedes Jahr ein Gutachten des Umweltministeriums durchgeführt werden, bevor die Schonzeit aufgehoben wird. SBA


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