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Landwirt nach Wiesenmahd angezeigt

Mindestens drei Kitze sind der nächtlichen Mahd zum Opfer gefallen (Symbolbild).


Weil ein Bauer im Landkreis Wittmund (Niedersachsen) drei Kitze tot gemäht hat, erstattete der Jagdpächter Strafanzeige. Im Gespräch mit der Redaktion räumte der Bewirtschafter Fehler ein. Mit bis zu 20 Leuten suchen die sogenannten Kitzfinder ehrenamtlich im Raum Wiesede nach Jungwild. So auch am 1. Juni - dabei fand die Gruppe, bestehend aus Jagdgenossen, Jägern, Rentnern und Naturfreunden, drei Rehkitze. Wie immer schützten sie die Jungtiere während der Mahd mit Kisten. Nachdem die Helfer letztere entfernten, flüchteten die drei in eine benachbarte Wiese - ihr Todesurteil. Denn das Grünland wurde noch in der Nacht gemäht.

Der zuständige Jagdpächter und Kreisjägermeister Harald Dirks bekam dies mit. Am folgenden Morgen fand er dann die ausgemähten Kadaver. Der Landwirt hatte sich weder bei ihm, noch bei den „Kitzfindern“ gemeldet. Daher erstattete er bei der Polizei Anzeige. „80 bis 90 Prozent der Bauern rufen bei uns an, bevor sie mähen. Das klappt hervorragend. Es gibt aber auch schwarze Schafe“, so Dirks gegenüber der Redaktion.

Dem Landwirt, der sein Verschulden im Gespräch mit jagderleben reumütig zugibt, tut sein Vergehen leid. Bisher habe er sich immer bei einem der „Kitzfinder“ vor der Mahd gemeldet. Diesem hätte er auch gesagt, dass die Wiese erst nach Pfingsten geschnitten wird. Der Wetterumschwung machte ihm einen Strich durch die Rechnung und er musste seinen Plan noch kurzfristig ändern - ein Fehler wie er selbst feststellt. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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