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Landkreis stützt den Wildbretpreis für Schwarzwild

Im Landkreis Oder-Spree wird Wildbret vom Schwarzwild mit Fördermitteln unterstützt (Symbolbild).


Der Oder-Spree Kreis in Brandenburg bietet eine sogenannte „Stützung des Ankaufspreises Schwarzwild“. Wie Amtstierärztin Petra Senger gegenüber der Redaktion erklärte, könnten Wildvermarkter, die einen Wildursprungsschein einreichen, eine Förderung in Höhe von einem Euro pro Kilogramm Wildbret erhalten. Allerdings müssen sie nachweisen, dass sie selbst dem Erleger mindestens zwei Euro pro Kilogramm bezahlt haben und das Stück im Landkreis erlegt wurde. Die Förderung gehe damit direkt an die Jäger weiter. Damit wolle man verhindern, dass der Preis für Fleisch vom Schwarzwild im Zuge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiter sinke, so Senger. Bisher sei die Seuche noch nicht in Deutschland ausgebrochen, weshalb mit dem wertvollen Wildbret auch weiterhin vernünftig umgegangen werden müsse.

Auch Direktvermarkter profitieren

Eine Abschussprämie, wie sie in Brandenburg bereits landesweit gilt, würde viele Jäger nicht motivieren, da sie bis zum Erreichen der geforderten Abschusszahlen im Prinzip viele Schwarzkittel erlegen müssten, die sie anschließend nicht vermarkten könnten. Die Förderung kann seit dem 1. April für das ganze Jahr 2018 beantragt werden. Danach werde die Wirkung überprüft und das Projekt gegebenenfalls verlängert, so die Amtssprecherin. Laut einer Medieninformation sieht das Landratsamt in einer verstärkten Nachfrage der Jäger nach einer Registrierung als Direktvermarkter ein positives Zeichen. Auch solche Direktvermarkter können sich die Förderung ausbezahlen lassen, und damit die sinkenden Wildpreise abpuffern, erläutert Senger. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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