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Landesrechnungshof mischt sich ein

Foto: Karl-Heinz Volkmar © Karl-Heinz Volkmar

Ein Beispiel dafür bietet die Gemeinde Weilrod (Hochtaunuskreis), die 3100 Hektar Wald bewirtschaftet und damit in allen 13 Jagdbezirken der Kommune den größten Waldanteil besitzt. Weilrod konnte den Gemeindehaushalt schon mehrfach nur über Erträge aus der Forstwirtschaft ausgleichen. Nun will der hessische Landesrechnungshof den Etat nur noch genehmigen, wenn die Hege des Wildes künftig so durchgeführt wird, dass Wildschäden so weit als möglich reduziert und „untragbare Verluste am öffentlichen Eigentum Wald“ vermieden werden.
Laut Forsteinrichtungswerk summieren sich die Wildschäden schon auf 1,3 Millionen Euro - eine Schätzung, deren Höhe die Jadpächter widersprechen. Nach Darstellung der Forsteinrichter sind bereits 43 Prozent der Fichten, acht Prozent der Buchen und drei Prozent der Eichen geschädigt.
Den Schäden stehen jährliche Einnahmen der Gemeinde von zirka 96 000 Euro (75 000 Euro Jagdpacht und 21 000 Euro Wildschadensverhütungspauschale) aus der Jagd gegenüber. Die Gemeinde Weilrod wendet derzeit etwa 47 000 Euro für Gatter und andere Wildschutzmaßnahmen auf. Dr. Klaus Röther